Zwei Katzen sitzen auf Kratzbaum

Katzenstreu für Kitten und Langhaarkatzen: So triffst Du die richtige Wahl

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Lesezeit 5 min

Welches Katzenstreu ist für Kitten geeignet?

Hallo, liebe Katzenfreunde! 


Wer ein Kitten zuhause aufnimmt, merkt schnell, dass sich die Kleinen von erwachsenen Katzen in fast allem unterscheiden, auch beim Thema Katzenstreu. Kitten schnuppern, graben und kosten alles, was sie entdecken, und das macht die Streuauswahl zu einer echten Sicherheitsfrage.


Das wichtigste Kriterium bei Katzenstreu für Kitten ist die Verträglichkeit beim versehentlichen Fressen. Mineralisches Klumpstreu auf Bentonit-Basis kann im Magen aufquellen und bei kleinen Kätzchen zu ernsthaften Verdauungsproblemen führen. Auch Silikatstreu ist für Kitten und andere junge Tiere ungeeignet, da es nicht für den Magentrakt ausgelegt ist. Pflanzliches Katzenstreu aus Erbsenfasern ist in dieser Hinsicht deutlich unkritischer, da die natürlichen Inhaltsstoffe bei versehentlichem Fressen in kleinen Mengen unbedenklich sind.


Weitere wichtige Kriterien für Katzenstreu für Kitten:

  • Staubarm: 
    Kätzchen haben empfindlichere Atemwege als ausgewachsene Katzen, feines Staubaufkommen reizt sie schneller

  • Feine Körnung: 
    Weiches, feines Streu mit kleiner Körnung liegt angenehmer auf den Pfoten und wird von Kitten schneller akzeptiert

  • Geringe Duftstoffbelastung: 
    Starke Parfüms im Streu können Kätzchen überfordern und dazu führen, dass sie das Katzenklo meiden

  • Gute Geruchsbindung: 
    Auch im Katzenklo für Kitten sollte die Geruchsbindung zuverlässig funktionieren, da Kätzchen das Klo sehr häufig nutzen

  • Sicher beim Fressen: 
    Natürliche, pflanzliche Materialien sind hier klar im Vorteil gegenüber mineralischen Sorten

Mehr zu den verschiedenen Streumaterialien liest Du in unserem Ratgeber Katzenstreu-Arten und Materialien im Überblick.

Klumpstreu für Kitten: Ab wann ist es sinnvoll?

Klumpstreu ist für den Alltag praktisch, für sehr junge Kätzchen aber mit Vorsicht zu genießen. In den ersten acht bis zwölf Lebenswochen solltest Du auf mineralisches Klumpstreu wie Bentonit verzichten, da die Klumpen nach dem Fressen im Magen weiterwachsen können.


Ab etwa zwölf bis sechzehn Wochen, wenn Kitten weniger neugierig alles in den Mund nehmen, lässt sich schrittweise auf Klumpstreu umsteigen. Pflanzliches Klumpstreu ist dabei die bessere Wahl für Katzen und Kätzchen, weil es im Fall der Fälle deutlich unkritischer ist als mineralisches Bentonit-Klumpstreu. Zudem unterstützt gute Geruchsbindung im Klumpstreu dabei, das Katzenklo auch bei häufiger Nutzung frisch zu halten.


Der Umstieg gelingt am besten, wenn Du das neue Streu zunächst zu einem Viertel unter das gewohnte mischst und die Menge langsam erhöhst. So gewöhnt sich Dein Kitten an den neuen Geruch und die neue Textur, ohne die Katzentoilette zu meiden. 


Alles rund um das Thema Klumpen liest Du in unserem Vergleich Katzenstreu klumpend oder nicht: Was ist wirklich besser?.

Nicht klumpendes Katzenstreu für Kitten: Vor- und Nachteile


Für die ersten Lebenswochen eines Kittens kann nicht klumpendes Katzenstreu die sicherere Wahl sein. Die Vorteile und Nachteile im Überblick:


Vorteile bei sehr jungen Kitten:

  • Kein Risiko von aufquellenden Klumpen im Magen bei versehentlichem Fressen
  • Viele nicht klumpende Varianten aus Pflanzenfasern sind besonders weich und fein

Nachteile im Alltag:

  • Verschmutzte Stellen lassen sich nicht gezielt entfernen, das gesamte Streu muss häufiger komplett gewechselt werden
  • Geruchsbindung lässt schneller nach, da Urin sich im Streu verteilt statt einzuschließen, und Gerüche sich im Katzenklo ansammeln
  • Höherer Verbrauch und mehr Reinigungsaufwand für Mensch und Tier auf Dauer

Sobald Dein Kätzchen die kritische Phase überstanden hat, lohnt sich der Wechsel zu hochwertigem pflanzlichem Klumpstreu, das sowohl für Dich als auch für alle Katzen im Haushalt den Alltag deutlich einfacher macht.

Zwei Katzen sitzen auf der Mauer

Katzenstreu für Langhaarkatzen: Worauf Du achten solltest

Langhaarkatzen wie Maine Coon, Perser oder Ragdoll stellen besondere Anforderungen an ihr Katzenstreu. Das lange Fell verhält sich am Katzenklo anders als bei Kurzhaarkatzen und macht die richtige Streuauswahl zu einem echten Unterschied im Alltag.


Worauf Du bei Katzenstreu für Langhaarkatzen besonders achten solltest:

  • Geringe Körnung: 
    Grobes Streu bleibt leicht im langen Fell hängen und wird durch die ganze Wohnung getragen. Feines Streu mit kleiner Körnung reduziert dieses Problem deutlich

  • Wenig Tracking: 
    Streu, das kaum an Pfoten und Fell klebt, bedeutet weniger Reinigungsaufwand außerhalb des Katzenklos

  • Staubarm: 
    Langhaarkatzen putzen sich intensiv und nehmen dabei mehr Staubpartikel auf als Kurzhaarkatzen. Staubarmes Streu schont die Atemwege und das Fell dieser Tiere

  • Zuverlässiges Klumpen: Feste Klumpen lassen sich gezielt aus dem Katzenklo entfernen, bevor sie sich im Streu verteilen und an nassen Stellen mit dem Fell in Kontakt kommen

  • Gute Geruchsbindung: 
    Langhaarkatzen verbringen oft mehr Zeit im Katzenklo als Kurzhaarkatzen. Zuverlässige Geruchsbindung im Klumpstreu hält die Gerüche in Schach

Alles zur Bedeutung von Staubarmut für empfindliche Katzen liest Du in unserem Ratgeber Staubfreies Katzenstreu für Allergiker.

Katze schaut nach oben

Bestes Katzenstreu für Kitten und Langhaarkatzen: Unsere Empfehlung

Ob Kitten oder Langhaarkatze: Pflanzliches Klumpstreu aus Erbsenfasern erfüllt in beiden Fällen die wichtigsten Anforderungen. 

Es ist fein genug, um sich nicht im langen Fell zu verfangen, staubarm genug für empfindliche Atemwege, und natürlich genug, um auch bei neugierigen Kitten kein unnötiges Risiko darzustellen.


Für sehr junge Kitten unter zwölf Wochen empfehlen wir, zunächst mit nicht klumpendem, pflanzlichem Streu zu starten und ab dem dritten Monat schrittweise auf pflanzliches Klumpstreu umzusteigen. Langhaarkatzen profitieren von Anfang an von feinem, staubarmen Klumpstreu, das Tracking und Fellverschmutzung auf ein Minimum reduziert.

Häufige Fragen zu Katzenstreu für Kitten und Langhaarkatzen

Ab wann dürfen Kitten Klumpstreu benutzen?

Ab einem Alter von etwa zwölf bis sechzehn Wochen, wenn Kitten weniger alles in den Mund nehmen. Pflanzliches Klumpstreu ist dabei die sicherere Wahl, da es im Gegensatz zu mineralischem Bentonit bei versehentlichem Fressen unkritischer ist.

Welches Katzenstreu ist für Kitten am sichersten?

Pflanzliches Katzenstreu aus natürlichen Materialien wie Erbsenfasern ist am unbedenklichsten, weil es nicht wie mineralisches Klumpstreu im Magen aufquellen kann. Wichtig ist zudem staubarmes und duftstofffreies Streu.

Warum trägt meine Langhaarkatze so viel Streu durch die Wohnung?

Grobes oder körniges Streu bleibt leicht im langen Fell hängen und wird beim Verlassen der Katzentoilette mitgenommen. Feines, weiches Streu reduziert dieses sogenannte Tracking deutlich.

Muss ich für Kitten und ausgewachsene Langhaarkatzen unterschiedliches Streu kaufen?

Nicht unbedingt. Hochwertiges, feines pflanzliches Klumpstreu eignet sich für beide, sobald das Kitten alt genug für Klumpstreu ist. Nur in den ersten zwölf Wochen empfiehlt sich nicht klumpendes Streu für die Kleinen.

Wie oft sollte ich das Katzenstreu bei Kitten wechseln?

Häufiger als bei erwachsenen Katzen, da Kätzchen das Katzenklo sehr intensiv nutzen und sensibler auf Gerüche reagieren. Täglich schaufeln und alle zwei bis drei Wochen komplett wechseln ist ein guter Richtwert. Hochwertiges Klumpstreu mit guter Geruchsbindung verlängert dabei die Intervalle zwischen den Komplettwechseln spürbar.

Fazit

Katzenstreu für Kitten und Langhaarkatzen ist keine reine Geschmackssache, sondern eine Frage der Sicherheit und des Komforts. 


Für Kitten zählt vor allem die Verträglichkeit beim versehentlichen Fressen und ein staubarmes, feines Material. Für Langhaarkatzen macht feines Streu mit geringem Tracking den größten Unterschied im Alltag. Pflanzliches Klumpstreu aus Erbsenfasern erfüllt für beide Gruppen die wichtigsten Kriterien und ist die rundum empfehlenswerte Wahl.


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