Katze beim Arzt wird aus der box gebeten

Katze zum Tierarzt: So wird der Besuch weniger stressig

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Kurze Antwort

Tierarztbesuche sind für die meisten Katzen stressig, aber der Stress lässt sich deutlich senken. 

Die wichtigsten Hebel: die Transportbox lange vor dem Termin zum vertrauten Gegenstand machen, den Transport selbst so ruhig wie möglich gestalten, und in der Praxis auf einen sicheren Rückzugspunkt für Deine Katze achten. 

Wer diese drei Punkte beachtet, erspart seiner Samtpfote einen großen Teil der Anspannung.

Warum Tierarztbesuche Katzen so stressen


Hallo, liebe Katzenfreunde! 


Wenn Du Dich vor jedem Tierarztbesuch schon Tage vorher innerlich wappnest, weil Du weißt, wie sehr Deine Mieze das hasst, bist Du damit nicht allein. Für Katzen gehört der Tierarztbesuch zu den größten Stressfaktoren überhaupt, und dafür gibt es gute Gründe.


Zum einen ist da die Transportbox selbst. 
Für viele Katzen taucht sie ausschließlich dann auf, wenn es zum Tierarzt geht, und wird dadurch selbst zum Angstauslöser, noch bevor überhaupt ein Auto gestartet wurde. Zum anderen verlässt Deine Katze in der Box ihr vertrautes Revier, wird transportiert, hört fremde Geräusche und riecht fremde Gerüche, alles Dinge, die für ein territoriales Tier zutiefst verunsichernd sind.


In der Praxis selbst kommen dann noch fremde Menschen, fremde Tiere, ungewohnte Gerüche nach Desinfektionsmitteln und oft auch unangenehme Untersuchungen dazu. Für Deine Samtpfote ist das eine geballte Ladung an Reizen, auf die sie mit klassischen Stresssignalen reagiert: 

Verstecken in der Box, Fauchen, angelegte Ohren oder auch völlige Erstarrung.


Die gute Nachricht ist: Ein Großteil dieses Stresses lässt sich mit der richtigen Vorbereitung deutlich reduzieren. Es geht nicht darum, den Besuch komplett stressfrei zu machen, das wird selten vollständig gelingen, sondern darum, ihn für Deine Katze erträglicher zu gestalten.

Die Transportbox: So wird sie kein Angstobjekt

Der wichtigste Hebel überhaupt liegt schon lange vor dem eigentlichen Termin, nämlich bei der Transportbox.


  • Stell die Box dauerhaft offen in der Wohnung auf, nicht nur kurz vor dem nächsten Tierarztbesuch. 

  • Leg eine vertraute Decke oder ein getragenes Kleidungsstück von Dir hinein, und lass Deine Katze sie in ihrem eigenen Tempo erkunden. Viele Katzen beginnen nach einer Weile sogar, darin zu schlafen, wenn die Box erst einmal Teil der normalen Umgebung geworden ist, statt ein Fremdkörper zu sein, der nur zu unangenehmen Anlässen auftaucht.

  • Ein hilfreicher Trick ist außerdem, gelegentlich ein Leckerli in die Box zu legen, ganz ohne Anlass, einfach als positive Verknüpfung im Alltag. So lernt Deine Mieze, dass die Box nicht automatisch schlechte Neuigkeiten bedeutet.

  • Bei der Wahl der Box selbst lohnt sich ein Blick auf das Öffnungssystem. Boxen mit einer Öffnung von oben oder mit abnehmbarem Deckel machen es leichter, eine ängstliche Katze herauszunehmen, ohne sie durch eine enge Fronttür zu ziehen. 

Das reduziert den Stress am Zielort noch einmal deutlich.

Katze schaut aus der Transportbox raus

Am Tag des Besuchs: Was wirklich hilft


Wenn der Termin ansteht, machen ein paar einfache Maßnahmen einen spürbaren Unterschied.

  • Verzichte darauf, die Box erst kurz vor der Abfahrt herauszuholen und Deine Katze hineinzudrängen. Wenn sie die Box bereits gut kennt, geht sie im Idealfall von selbst hinein, etwa mit einem Leckerli als Lockmittel. 

  • Leg wieder ein vertrautes Tuch oder Kleidungsstück hinein, Dein Geruch wirkt beruhigend während der ungewohnten Fahrt.

  • Beim Transport selbst hilft es, die Box mit einem leichten Tuch abzudecken. Dadurch sieht Deine Mieze weniger von der vorbeiziehenden Umgebung, was viele Katzen deutlich ruhiger werden lässt. 

  • Fahr außerdem bewusst gleichmäßig, ohne abrupte Bremsungen oder scharfe Kurven, denn jede ruckartige Bewegung verstärkt die Anspannung in der Box zusätzlich.

  • Falls Deine Katze grundsätzlich sehr ängstlich auf Autofahrten reagiert, kann es helfen, vorab ein paar kurze Übungsfahrten ohne Tierarzttermin zu unternehmen, einfach eine Runde um den Block und wieder zurück. 

So verliert die Autofahrt an sich einen Teil ihres Schreckens, unabhängig vom eigentlichen Ziel.

In der Praxis: Tipps für weniger Aufregung

Im Wartezimmer selbst gibt es einige Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.


Stell die Box möglichst erhöht ab, etwa auf einem Stuhl, statt auf dem Boden. Von unten wirken andere Wartende, insbesondere Hunde, für Deine Katze deutlich bedrohlicher. Halte außerdem Abstand zu anderen Tieren, wenn der Warteraum das zulässt, und decke die Box weiterhin mit dem Tuch ab, das nimmt Deiner Mieze einen Teil der visuellen Reizüberflutung.


Sprich während der Wartezeit ruhig und in normaler Lautstärke mit ihr, wenn sie das mag, oder lass sie einfach in Ruhe, falls sie sich zurückzieht. Viele Praxen bieten mittlerweile katzenfreundliche Sprechstunden an, mit separaten Wartebereichen für Katzen und Hunde. Wenn Deine Praxis das anbietet, lohnt sich die Nachfrage, gerade bei besonders schreckhaften Tieren.


Bei der eigentlichen Untersuchung hilft es, wenn Du selbst ruhig bleibst. Katzen spiegeln die Anspannung ihrer Bezugsperson sehr zuverlässig, und eine nervöse Stimmung bei Dir überträgt sich direkt auf Deine Samtpfote.


Ein fester, aber sanfter Halt, den das Praxispersonal in der Regel übernimmt, gibt zusätzliche Sicherheit, ohne die Katze zu bedrängen.

Katze schaut hoch zum Arzt

Nach dem Besuch: Die Katze wieder eingewöhnen


Der Stress endet für viele Katzen nicht mit dem Verlassen der Praxis. Zu Hause angekommen, brauchen manche Miezen noch etwas Zeit, um sich wieder zu beruhigen.


Lass Deine Katze selbst entscheiden, wann sie aus der Box herauskommen möchte, statt sie sofort herauszuziehen. Biete ihr einen ruhigen Rückzugsort an, ohne sie zu drängen oder übermäßig zu bemuttern. Manchmal hilft es, die Box noch eine Weile offen stehen zu lassen, damit sie sich bei Bedarf zurückziehen kann.


Bei Mehrkatzenhaushalten ist außerdem Vorsicht geboten: 

Katzen, die zusammen gehalten werden, erkennen einander manchmal nach einem Tierarztbesuch kurzzeitig nicht wieder, weil die zurückkehrende Katze fremd riecht. 

Das kann zu Fauchen oder sogar Aggression zwischen den Tieren führen. Ein sanfter Trick dagegen: 

Reib beide Katzen vor dem erneuten Zusammentreffen mit demselben Tuch ab, um die Gerüche anzugleichen.

Natürliche Unterstützung vor dem Tierarztbesuch


Für Katzen, die besonders stark auf Tierarztbesuche reagieren, kann natürliche Unterstützung sinnvoll sein.

Pheromon-Produkte wie Feliway können, ein bis zwei Tage vorher in der Transportbox und im Auto eingesetzt, eine beruhigende Wirkung entfalten. Auch pflanzliche Wirkstoffe wie Baldrian oder L-Theanin werden häufig eingesetzt, wichtig ist dabei immer, ausschließlich für Katzen entwickelte Produkte zu verwenden und keine Humanpräparate.


Unsere Relax Gummies wurden speziell für Katzen mit innerer Unruhe und stressbedingten Reaktionen entwickelt, ganz ohne Betäubung und ohne chemische Zusätze. Bei einem bekannten Termin wie einem Tierarztbesuch empfiehlt es sich, mit der Gabe bereits ein bis zwei Tage vorher zu beginnen, damit sich der Körper Deiner Katze in Ruhe darauf einstellen kann. Bei strukturell ängstlichen Katzen kann eine kontinuierliche Gabe über einen längeren Zeitraum sinnvoller sein als eine einmalige Gabe direkt vor dem Termin.


Wichtig zu wissen: 
Natürliche Beruhigungsmittel ersetzen keine tierärztlich verordnete Sedierung bei besonders ängstlichen oder aggressiven Katzen. Sprich in solchen Fällen offen mit Deiner Tierarztpraxis, viele bieten mittlerweile spezielle Vorbereitungsmöglichkeiten für ausgesprochen gestresste Patienten an.

Wann ein Notfall wirklich einer ist


Nicht jeder Tierarztbesuch lässt sich planen. Bei folgenden Anzeichen solltest Du unabhängig von Stresslevel und Vorbereitung sofort handeln:


Atemnot, anhaltendes Erbrechen, sichtbare starke Schmerzen, Bewusstlosigkeit oder der Verdacht auf eine Vergiftung sind eindeutige Notfälle. In solchen Situationen zählt schnelles Handeln mehr als eine sanfte Vorbereitung, auch wenn das für Deine Katze in dem Moment zusätzlichen Stress bedeutet. 

Die Gesundheit hat in diesen Fällen immer Vorrang.

Katze in Arm von Arzt

Häufige Fragen

Wie gewöhne ich meine Katze an die Transportbox?

Stell sie dauerhaft offen in der Wohnung auf, mit einer vertrauten Decke darin, und lass Deine Katze sie in ihrem eigenen Tempo erkunden. Gelegentliche Leckerlis in der Box verstärken die positive Verknüpfung zusätzlich.

Meine Katze faucht und fleht in der Box, ist das normal?

Ja, das ist eine typische Stressreaktion und kein Zeichen dafür, dass etwas falsch gemacht wurde. Ein abgedecktes Tuch über der Box und eine ruhige, gleichmäßige Fahrweise helfen, die Reaktion zu mildern.

Kann ich meiner Katze vor dem Tierarztbesuch etwas geben, damit sie ruhiger ist?

Ja, natürliche Beruhigungsmittel wie unsere Relax Gummies können die innere Anspannung vor einem bekannten Termin senken. Am besten ein bis zwei Tage vorher beginnen.

Warum erkennt meine andere Katze sie nach dem Tierarztbesuch nicht wieder?

Das liegt am veränderten Geruch, den die zurückkehrende Katze aus der Praxis mitbringt. Ein Abreiben beider Tiere mit demselben Tuch vor dem erneuten Zusammentreffen kann helfen, die Gerüche wieder anzugleichen.

Gibt es katzenfreundliche Tierarztpraxen?

Ja, immer mehr Praxen bieten separate Wartebereiche für Katzen und Hunde sowie ruhigere Untersuchungsabläufe an. Es lohnt sich, bei der Praxis direkt danach zu fragen, besonders bei sehr ängstlichen Katzen.

Wann sollte ich trotz Stress sofort zum Tierarzt?

Bei Atemnot, anhaltendem Erbrechen, starken Schmerzen, Bewusstlosigkeit oder Vergiftungsverdacht zählt schnelles Handeln mehr als eine sanfte Vorbereitung. In diesen Fällen immer sofort handeln.

Teile mit uns deine Erfahrungen!

Verhalten ist immer individuell, und was bei der einen Katze funktioniert, hilft bei der nächsten gar nicht. Wenn Du bei Deiner Mieze nicht weiterkommst, hol Dir Unterstützung: In der Majescats App erreichst Du Katzenverhaltensexperten direkt und kannst Deine konkrete Situation schildern.  Für iPhone oder für Android laden.

Fazit


Ein Tierarztbesuch wird für die wenigsten Katzen jemals zum Lieblingsausflug, aber der Stress dabei lässt sich mit der richtigen Vorbereitung deutlich reduzieren. Eine Transportbox, die schon lange vor dem Termin zum vertrauten Ort geworden ist, ein ruhiger Transport und ein bedachtes Verhalten in der Praxis machen für Deine Samtpfote einen spürbaren Unterschied.


Wenn Deine Katze zusätzliche Unterstützung braucht, sind unsere Relax Gummies eine natürliche Möglichkeit, die innere Anspannung rund um den Tierarztbesuch zu senken, ganz ohne Betäubung.


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